
Reiter
Details
Die Geschichte
1881 brachte der kalifornische Eisenbahnmagnat Leland Stanford die Fotografien nach Paris, die Eadweard Muybridge für ihn aufgenommen hatte. Kurz nacheinander belichtete Aufnahmen zeigten ein galoppierendes Pferd mit Beinstellungen, die kein Maler je gezeichnet hatte. Meissonier malte seit Jahrzehnten Pferde und galt als der Genaueste von allen. Er stritt zunächst mit dem, was die Bilder zeigten, und erkannte es dann an. Im selben Jahr porträtierte er Stanford mit einem Band der Fotografien unter der Hand, und im November ließ er die Aufnahmen in seinem eigenen Haus vorführen.
Dieser Reiter ist eine Skizze auf einem Holztäfelchen von etwa 15 Zentimetern Höhe, unten rechts nur mit dem Monogramm E M bezeichnet. Ein Datum nennt das Museum nicht, ob sie vor oder nach den Fotografien entstand, lässt sich also nicht sagen. Bis zur Versteigerung nach Meissoniers Tod blieb sie in seinem Atelier. Nach Boston kam sie zusammen mit einem Gegenstück, der kleinen Studie eines Offiziers, und im Januar 1903 zahlte das Museum für beide zusammen 755 Dollar.




