
Die Belagerung von Paris (1870-1871)
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Die Geschichte
Im September 1870, nach der Kapitulation der Armee Napoleons III. bei Sedan, schlossen die Preußen Paris ein. Die Stadt hielt unter Beschuss und Hunger den ganzen Winter durch, bis Ende Januar 1871. Meissonier begann dieses kleine Bild während der Belagerung und datierte es mit „70“, arbeitete aber noch lange daran, bis etwa 1884, als es erstmals ausgestellt wurde. Er nannte es eine Art heroische Sinfonie Frankreichs, ein Denkmal für die berühmten und die namenlosen Toten. In der Mitte steht Paris als Frau in Löwenfell und Trauerschleiern, ein Schwert in der Hand, unter der Trikolore. An ihre Seite sinkt der sterbende Maler Henri Regnault, der im Januar 1871 bei Buzenval fiel, 27 Jahre alt. Am rauchigen Himmel darüber stürzt der preußische Adler herab, zusammen mit dem hageren Gespenst des Hungers. Meissoniers Witwe vermachte das Gemälde 1898 dem Staat.




