
Offizier
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Die Geschichte
Kleiner als eine Postkarte ist diese Holztafel, etwa zehn Zentimeter hoch. Sie gehört zu den Vorarbeiten für das ehrgeizigste Bild, das Meissonier je gemalt hat, eine große Leinwand mit dem knappen Titel 1807, heute im Metropolitan Museum in New York. Dort reitet Napoleon in der Schlacht bei Friedland und hebt grüßend den Hut, während seine Kürassiere, schwere Reiter in stählernen Brustpanzern, an ihm vorbeistürmen. Von 1861 bis 1875 arbeitete Meissonier daran, und er baute die Szene Figur für Figur auf. Jeder Reiter und jedes Pferd bekam eine eigene Studie, manche nach kleinen Wachsmodellen, die er selbst formte. Angeblich ließ er sogar ein Weizenfeld anlegen und von Pferden zertrampeln, um zu sehen, wie die Halme im Juni liegen, dem Monat der Schlacht. Hier steht ein Offizier mit Zweispitz im rechten Profil, die Hand in die Hüfte gestützt. Solche Studien behielt Meissonier bis zu seinem Tod im Atelier. Bei der Versteigerung seines Nachlasses in Paris im Mai 1893 wurde diese als Studie eines höheren Offiziers für 1807 verzeichnet. Zehn Jahre später tauchte sie auf einer Auktion in Boston auf, und das Museum kaufte sie dort zusammen mit einer zweiten kleinen Tafel.




