Aeneas, Anchises und Ascanius auf der Flucht aus Troja

Aeneas, Anchises und Ascanius auf der Flucht aus Troja


Details

Künstler
Mattia Preti
Jahr
1642
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
186 × 153 cm

Die Geschichte

Im zweiten Buch von Vergils Aeneis nimmt der trojanische Prinz Aeneas seinen alten Vater Anchises auf die Schultern und führt die Seinen aus der brennenden Stadt. Der kleine Ascanius hält ihn an der Hand und folgt ihm, wie der Dichter sagt, mit Schritten, die nicht mithalten können. Mattia Preti, Anfang der 1640er Jahre in Rom tätig, ändert genau das. Bei ihm läuft Ascanius voraus und weist den Weg, eine Gestalt im Vordergrund, die der des Vaters spiegelbildlich antwortet. Das Museum erklärt den Eingriff mit Rom selbst. Aus dem Geschlecht des Ascanius sollten die Gründer der Stadt hervorgehen, und so legt der Maler in den Knaben beides, die Gefahr des Augenblicks und die Zukunft, die noch kommen wird. Rechts wendet Creusa, die Frau des Aeneas, den Blick zurück, ein Vorzeichen ihres Schicksals, denn auf der Flucht wird sie verloren gehen. Hinter ihnen brennt Troja in einer düsteren Landschaft, von den Griechen mit Feuer und Schwert verwüstet. Man hat die Gruppe mit Gian Lorenzo Berninis Marmor derselben drei Figuren verglichen, den er um 1619 für Kardinal Scipione Borghese schuf. Als Frühwerk Pretis erkannte der Kunsthistoriker Roberto Longhi das Bild 1916.

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