
Am Brunnen
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Die Geschichte
Berühmt wurde Puvis de Chavannes an den Wänden eines Provinzmuseums. Das neue Museum in Amiens, in Nordfrankreich, übernahm Anfang der 1860er-Jahre seine ersten großen Wandbilder, und bis 1865 zogen sich seine Allegorien von Frieden, Krieg, Arbeit und Ruhe durch die Säle und das Haupttreppenhaus hinauf. Ein Wandbild bleibt, wo es angebracht ist. Deshalb malte Puvis sein Leben lang Ausschnitte seiner großen Dekorationen noch einmal als kleinere Bilder, die Sammler kaufen konnten. Das Museum of Fine Arts beschreibt dieses Gemälde, entstanden um 1869, als verkleinerte Fassung nach einem Wandbild in Amiens. Klein ist dabei relativ. Die Leinwand misst rund 1,8 Meter in der Höhe: zwei halb bekleidete Frauen an einer Quelle im Wald, Wasser, das aus einem Rohr in einen Krug läuft, weit hinten ein Reiter.
Das Bild kam früh nach Amerika. Der Kunsthändler Durand-Ruel hatte es spätestens 1894 in New York, und im Jahr darauf kaufte es die Bostoner Sammlerin Susan Cornelia Warren und lieh es sofort dem Museum of Fine Arts für eine Ausstellung seiner Werke. 1903 ging es bei der Versteigerung ihrer Sammlung in New York an Robert Dawson Evans und seine Frau Maria Antoinette, und mit deren Vermächtnis kam es 1917 ins Museum.




