
Schlechte Gesellschaft
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Die Geschichte
Im Lukasevangelium bringt der verlorene Sohn sein Erbe in einem liederlichen Leben durch, ein Gleichnis, das niederländische Maler gern in ihre eigene Gegenwart verlegten. Jan Steen tat es um 1665 bis 1670 auf dieser kleinen Holztafel und machte daraus einen Abend im Bordell. Der Louvre kaufte sie 1881 als „Der verlorene Sohn bei den Kurtisanen“ und inventarisierte sie als „Schlechte Gesellschaft“.
Der junge Mann in Rot ist betrunken eingeschlafen, den Kopf im Schoß einer jungen Frau. Während sie ihn festhält, beugt sich ein Mädchen in gelbem Kleid über ihn und reicht der grinsenden alten Kupplerin etwas an einer Kette. Zwei Musikanten spielen weiter. Auf dem Boden liegen sein Hut, ein Krug und Spielkarten, für den Louvre ein alter Vergleich zwischen unsicherer Liebe und Glücksspiel.




