
Gustav Klimt · PD
Buchenwald I
Details
Die Geschichte
Aus Karton baute sich Klimt einen Sucher mit quadratischem Ausschnitt und hielt ihn so vor das Auge, dass Himmel und Horizont fast verschwanden. So ist auch dieser Waldausschnitt gewählt. Er entstand um 1902, in einem der Sommer, die Klimt seit 1898 in Seewalchen am Attersee verbrachte, und nach eigenem Bericht malte er dort einen „kleinen Buchenwald“ bei Sonne, „mit einigen Nadelbäumen untermischt“. Das Albertinum in Dresden sieht in den schlanken Stämmen allerdings eher junge Birken und Espen. Einen Fluchtpunkt gibt es nicht. Die Bäume ziehen sich vom hoch liegenden Horizont bis ganz nach vorn, die Farbe ist dünn aufgetragen, starke Hell-Dunkel-Kontraste fehlen, und flimmerndes Laub, fleckige Rinde und Sonnenflecken werden zu einem Muster, das die ganze Fläche bedeckt. 1912 kaufte die Dresdner Galerie das Bild auf der Großen Kunstausstellung in Dresden, vermittelt von der Wiener Galerie Miethke.




