
Gustav Klimt · PD
Beethovenfries (Tafel 2, linke Wand): Sehnsucht nach Glück
Details
Die Geschichte
Der Gedanke hinter dieser Wand ist gut ein halbes Jahrhundert älter als der Fries. Als Richard Wagner 1846 in Dresden Beethovens Neunte dirigierte, deutete er sie für sein Publikum als Ringen der Seele um Freude gegen eine feindliche Gewalt. Klimts Fries von 1902 folgt dieser Lesart Wand für Wand, und der linken Langwand fällt das erste Kapitel zu, die Sehnsucht. Mit viereinhalb Metern ist dieses Stück das breiteste auf dieser Seite. Oben am Rand erscheint dieselbe Gruppe zweimal, fast deckungsgleich: eine Frau im Kranz aus braunem Haar, die Arme weit vorgestreckt, daneben ein schlafender Kopf mit goldenem Haar. Die Wiederholung wirkt wie ein Motiv, das in der Musik zurückkehrt. Alles darunter ist blanker Mörtel.




