
Gustav Klimt · PD
Beethovenfries (Tafel 3, linke Wand): Die Sehnsucht nach Glück
Details
Die Geschichte
Wien, Frühjahr 1902. Für ihre 14. Ausstellung räumte die Secession ihre Säle aus und baute sie um einen einzigen Gegenstand herum neu auf, Max Klingers farbig gefasste Beethoven-Statue, und die Mitglieder gestalteten den Raum ringsum. Klimt arbeitete direkt auf die Seitenwand, auf Mörtel, der über Schilfrohrmatten aufgezogen war, in rasch trocknender Kaseinfarbe, denn die ganze Anlage sollte nach zehn Wochen wieder abgebrochen werden. Hier beginnt sein Fries, mit der Kette schwebender Gestalten, die im Katalog die Sehnsucht nach dem Glück heißen und oben an der Wand entlang auf einen geharnischten Ritter zutreiben. Knapp 60.000 Besucher kamen. Der Fries blieb für eine weitere Ausstellung stehen, wurde dann in acht Teilen von der Wand gesägt und lag 12 Jahre in einem Wiener Möbeldepot.




