Die verkehrte Welt

Jan Steen · PD

Die verkehrte Welt


Details

Künstler
Jan Steen
Jahr
1663
Technik
Öl
Gattung
Gemälde
Maße
105 × 145,5 cm

Die Geschichte

In Wien trägt dieses Bild den Titel „Die verkehrte Welt“, und genau das führt Jan Steen vor. In den 1660er Jahren war die niederländische Republik der wohlhabendste Winkel Europas, und ein gut situiertes Bürgertum hatte Geld auszugeben und einen Ruf zu wahren. Steen malte ihm eine Warnung im Gewand eines Schwanks. Der Haushalt ist völlig aus den Fugen, jeder gibt seiner Lust nach, während ringsum alles verkommt. Die Frau, die uns anlächelt, trägt die Züge von Margriet van Goyen, der Gattin des Malers, und sie schäkert mit dem Hausherrn. Auf der Schiefertafel unten rechts steht die erste Hälfte eines niederländischen Spruchs, in weelde siet toe, gib acht im Überfluss. Die verschwiegene zweite Hälfte droht mit der Rute. In einem Korb über der Szene warten eine Krücke, ein Degen und die Klapper eines Aussätzigen, Krankheit und Ruin, die dieser Wohlstand einlädt.

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