
Christus am Kreuz zwischen den beiden Schächern („Die drei Kreuze“)
Details
Die Geschichte
Rembrandt hat diese Kreuzigung mit der Nadel direkt in das Kupfer geritzt, als Kaltnadelarbeit, und das hatte Folgen dafür, wie viele gute Abzüge es je geben konnte. Neben jeder Kaltnadellinie wirft sich ein feiner Metallgrat auf. Er hält die Farbe und druckt als weiches, samtiges Schwarz, wird aber bei jedem Durchgang durch die Presse flacher, und nach einigen Dutzend Blättern waren die tiefsten Dunkelheiten verschwunden. Dieses Blatt stammt aus dem zweiten Zustand der Platte, also aus der zweiten Arbeitsphase. Signiert ist es noch nicht. Namen und Jahreszahl 1653 setzte Rembrandt erst im dritten Zustand hinzu, als er die Platte für den Verkauf freigab, und einige Jahre später schabte er große Teile der Szene weg und zeichnete sie viel dunkler neu. Hier fällt das Licht noch breit von oben auf Christus und die Menge. Der Abzug gehörte den Herzögen von Arenberg, deren Graphiksammlung 1902 in Stuttgart versteigert wurde. Danach besaß ihn Albert Blum, ein Sammler, der zwischen der Schweiz und New Jersey lebte, und 1977 kam er über einen Zürcher Händler nach Boston.




