
Francisco de Zurbarán · PD
Das Mahl in Emmaus
Details
Die Geschichte
Als die Reformgesetze unter Benito Juárez die Klöster Mexikos aufhoben, gelangte dieses Gemälde 1861 an die Kunstakademie San Carlos in Mexiko-Stadt, aus deren Sammlung das heutige Museum hervorging. Zuvor hing es lange über der Tür zur Sakristei der Augustinerkirche San Agustín. Wann und auf welchem Weg es aus Zurbaráns Werkstatt über den Atlantik kam, ist nicht belegt. Das Thema stammt aus dem Lukasevangelium. Zwei Jünger begegnen auf dem Weg nach Emmaus einem Fremden, laden ihn zum Essen ein und erkennen den auferstandenen Jesus erst, als er das Brot bricht. Genau diesen Augenblick malt Zurbarán. Die Hände, die das Brot teilen, liegen im geometrischen Mittelpunkt der Leinwand, und Christus trägt noch den breitkrempigen Hut des Wanderers. Auf dem weißen Tuch stehen ein Tonkrug und zwei Teller, daneben liegt ein Messer in starker Verkürzung. Signiert und datiert ist das Bild 1639, doch die nachgedunkelte Farbe hat die Inschrift unleserlich gemacht.




