
Gustav Klimt · PD
Fabel
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Die Geschichte
Martin Gerlach, Verleger in Wien, brachte in den frühen 1880er Jahren ein Vorlagenwerk heraus: „Allegorien und Embleme“. Es sollte Zeichnern und Gewerbetreibenden Muster an die Hand geben und die alte Bildsprache der Allegorie für eine Zeit von Handel und Maschinen brauchbar machen. Gerlach holte sich dafür Max Klinger und Franz von Stuck, und einen 21-Jährigen, der gerade die Wiener Kunstgewerbeschule verlassen hatte. Klimts Beitrag ist dieses Bild. Eine junge Frau sitzt unbekleidet zwischen Tieren aus den Fabeln des Äsop und beobachtet sie, so liest es das Wien Museum, um später aufzuschreiben, was sie tun. Gemalt ist das glatt und akademisch, ganz im Ton der Wiener Historienmalerei jener Jahre. Mitte der 1890er Jahre fragte Gerlach ihn für eine zweite Folge wieder an. Was Klimt diesmal lieferte, darunter das Blatt „Tragödie“, liegt heute im selben Haus.




