
J. M. W. Turner, Fishermen upon a Lee Shore in Squally Weather, 1802. Wikimedia Commons. · PD
Fischer an einer Lee-Küste bei stürmischem Wetter
Details
Die Geschichte
Als William Turner dieses Bild 1802 in der Ausstellung der Royal Academy in London zeigte, fanden manche Rezensenten die Brandung zu roh. Sie störten sich an dem dick aufgetragenen Weiß und dem lockeren Pinselstrich der Wellen, nannten die Wirkung „unbestimmt und wild“, sprachen von etwas Unfertigem, und einer ließ das Ganze nur als „bewundernswerte Skizze“ gelten. Dargestellt ist, was Seeleute Legerwall nennen, eine Küste, auf die der Wind vom Meer her zusteht. Fischer versuchen, ihr Boot durch die schwere See hinauszubringen, während jede Böe sie wieder zum Strand drückt. Einen Käufer fand das Bild trotzdem. Der Londoner Kaufmann Samuel Dobree erwarb es während der Ausstellung oder kurz danach, und in einem von Turners Skizzenbüchern trägt eine Kreidestudie des Bootes in der Mitte seine eigene Notiz „Mr Dobree’s Lee Shore“. Seit 1951 gehört das Gemälde der städtischen Kunstgalerie von Southampton.




