Ruhe der Schnitter (Ruth und Boas)

Jean-François Millet · PD

Ruhe der Schnitter (Ruth und Boas)


Details

Jahr
1851
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
67,3 × 119,7 cm

Die Geschichte

Am 15. Mai 1853 öffnete in Paris der erste Salon, seit Louis-Napoléon sich zum Kaiser gemacht hatte, und Millet schickte dieses Bild hin. Er hatte seit 1850 daran gearbeitet, länger als an jedem anderen seiner Gemälde. Ausgangspunkt war das Buch Rut: die arme Witwe, die auf dem Feld des Bauern Boas Ähren liest und von ihm zur Mahlzeit der Schnitter geholt wird. Poussin, einer der Maler, die Millet am meisten verehrte, hatte dieselbe Geschichte in seinem Sommer erzählt, der im Louvre hängt. Bis zum Salon hatte Millet die biblischen Namen allerdings aus dem Titel gestrichen. Die Heuschober stehen auf der Ebene von Chailly am Rand des Waldes von Fontainebleau. Links hält eine junge Frau in Blau ihr kleines Ährenbündel an sich gedrückt, und der Mann mit dem Strohhut, der sie am Arm heranführt, ist nach der Lesart des Bostoner Museums ein Pächter, der das Land eines reichen Besitzers bewirtschaftet. Die Schnitter haben sich im Kreis an die Schober gesetzt, ein Krug geht von Hand zu Hand, die Sicheln liegen in den Stoppeln. Die Jury gab Millet dafür eine Medaille zweiter Klasse, die erste offizielle Auszeichnung seiner Laufbahn.

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