
Théodore Géricault · PD
Kopf eines Guillotinierten
Details
Die Geschichte
Ein Holztisch, ein weißes Tuch, ein dunkler Grund: die gewohnten Requisiten eines Stilllebens. Das Art Institute of Chicago weist darauf hin, dass Géricault genau diese Tradition aufruft, vielleicht mit Ironie. Auf dem blutbefleckten Tuch liegt der graue Kopf eines Hingerichteten, wahrscheinlich eines verurteilten Verbrechers. Im Frankreich der Restauration wurde um 1818 noch öffentlich mit der Guillotine hingerichtet, und Géricault malte damals mehrere Studien abgetrennter Köpfe und Gliedmaßen. Diese Holztafel misst 41 mal 38 Zentimeter. 1992 verband die Kunsthistorikerin Nina Athanassoglou-Kallmyer solche Studien in einem Aufsatz mit der Politik des Schafotts. Im selben Jahr erwarb das Museum die Tafel von der Nichte des Géricault-Sammlers Pierre Dubaut, der sie spätestens seit 1952 besessen hatte.




