
Vincent van Gogh · PD
Kopf einer Bäuerin
Details
Die Geschichte
Um den 15. Mai 1885 entstand dieser Kopf in Nuenen in Nordbrabant, wo van Gogh damals einen Dorfbewohner nach dem anderen malte. Sein Vater, der Pfarrer des Ortes, war im März gestorben, und Vincent hatte das Pfarrhaus verlassen und zwei Zimmer beim Küster der katholischen Kirche gemietet. Er arbeitete an Typen, wie er sie bei Millet bewunderte, an Gesichtern mit niedriger Stirn und schweren Lippen, und schrieb, die Köpfe sollten typischer werden, also empfundener. Das Derbe sollte drin bleiben, ohne Verklärung des Landlebens. Ihr Haar steckt unter einer kleinen Haube, weshalb diese Frau gelegentlich für einen Mann gehalten wurde. Hinter ihr liegt ein Nachthimmel, in dem links und rechts des Gesichts Bäume kaum zu erkennen sind. Dasselbe Modell hat ihm wohl auch für Zeichnungen gesessen.




