
Vincent van Gogh · PD
Kopf einer Bäuerin mit dunkler Haube
Details
Die Geschichte
Kurz bevor dieses kleine Bild entstand, am 30. Dezember 1884, schrieb Vincent van Gogh aus dem brabantischen Dorf Nuenen an seinen Bruder Theo. Er wisse noch nicht, was er mit all den Köpfen anfangen werde, an denen er gerade arbeite. Das Thema wolle er aus den Charakteren selbst gewinnen. Im selben Brief erinnerte er an ein altes Urteil über Giotto, er habe als Erster Güte in den Ausdruck menschlicher Gesichter gelegt. Die Studie stammt aus dem Januar 1885 und misst nur etwa 25 mal 19 Zentimeter, gemalt auf Leinwand, die heute auf eine Holztafel aufgezogen ist. Die Bäuerin ist streng im Profil gezeigt, die dunkle Haube tief in die Stirn gezogen. Ihr Gesicht ist mit warmen, rötlichen Pinselstrichen gesetzt und hebt sich von einem hellen, gelblichen Grund ab. Viele andere Köpfe jenes Winters sitzen dagegen vor dunklem Hintergrund. Das Bild gehört einer Privatsammlung.




