
J. M. W. Turner · PD
Heidelberg
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Die Geschichte
Das Heidelberger Schloss war zu Turners Zeit längst eine Ruine. Französische Truppen hatten es 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg gesprengt, und in den 1840er Jahren gehörte der rote Sandsteinbau über dem Neckar zum festen Programm der neuen Rheinreise. Turner zeichnete 1844 in der Gegend. Was er danach in London malte, gibt dem Schloss Dächer und Mauern zurück und füllt die Terrasse mit einer Menge in alter Tracht, lange gedeutet als der Empfang für Kurfürst Friedrich V. und seine englische Braut Elisabeth Stuart, Tochter Jakobs I., im Jahr 1613. Die Landschaft darunter kennt keinen Neckar, keine Brücke und keinen Kirchturm, und auf den Gipfeln dahinter liegt Schnee, den die Höhen um Heidelberg nicht hergeben. Die Forschung bezweifelt inzwischen, dass die Stadt überhaupt Heidelberg ist. Die Tate führt das Bild heute als Burg in einem Alpental, genannt Heidelberg.




