
Albrecht Altdorfer · PD
Heilige Familie mit einem Diakon
Details
Die Geschichte
Die Tafel ist kaum 23 Zentimeter hoch, ein Andachtsbild, das man nah vor Augen hielt. Sie trägt die Jahreszahl 1515, doch Untersuchungen fanden darunter eine ältere Datierung, die sich als 1507 lesen lässt, Altdorfer hat also wohl über Jahre daran gearbeitet. Die Gruppe von Maria mit dem Kind und Josef geht auf einen italienischen Kupferstich zurück, den Giovanni Antonio da Brescia nach einer Komposition Mantegnas geschaffen hatte. Der junge Mann rechts trägt eine Dalmatik, das Gewand eines Diakons. Man hat ihn als heiligen Stephanus oder heiligen Agapitus gedeutet, das Museum hält das aber für unwahrscheinlich, weil er eher Früchte als glühende Kohlen in der Schale hält. Weiße Lichter flackern über Falten, Haare und die Krone der Muttergottes aus Perlen und Sternen.




