Jakobs Traum von der Himmelsleiter

Raphael · PD

Jakobs Traum von der Himmelsleiter


Details

Künstler
Raffael
Jahr
1511
Technik
Fresko
Gattung
Gemälde

Die Geschichte

In der zweiten Hälfte des Jahres 1511 war Papst Julius II. nach dem Verlust Bolognas zurück in Rom, und Raffael begann für ihn im Vatikan einen Raum, dessen Bilder alle von einem Gedanken handeln: Gott greift ein, um seine Kirche zu schützen. An der Decke erscheinen vier Szenen aus dem Alten Testament, in denen Gott den Erzvätern begegnet. Hier liegt Jakob schlafend, den Kopf auf einem Stein, während Engel eine Treppe hinauf- und hinabsteigen. Oben bricht Gott vor tiefblauem Himmel durch die Wolken. Die Szene ist so gemalt, als hinge ein Wandteppich mit Nägeln und Ringen an der Decke. Direkt darunter liegt die Befreiung Petri, zwei, drei Jahre später entstanden. Dort weckt ein Engel den Apostel nachts im Kerker, und Petrus hält das Ganze, so erzählt die Apostelgeschichte, zunächst für ein Traumgesicht. Giorgio Vasari, der Künstlerbiograf des 16. Jahrhunderts, schrieb die ganze Decke Raffael zu. Spätere Forscher dachten an andere Maler, die damals in Rom arbeiteten, etwa Baldassarre Peruzzi oder Lorenzo Lotto, und der schlechte Erhaltungszustand des Freskos macht ein sicheres Urteil schwer.

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