
Vincent van Gogh · PD
Landschaft mit vom Wind gebeugten Bäumen
Details
Die Geschichte
Im Herbst 1885 gingen Van Gogh die Modelle aus. Er lebte in Nuenen, einem Dorf in Brabant, wo sein Vater bis zu seinem Tod im März jenes Jahres reformierter Pfarrer gewesen war. Der katholische Pfarrer des Ortes hatte seinen Gemeindemitgliedern verboten, für ihn Modell zu sitzen. Nach einer langen Reihe von Bauernköpfen und Bauernhänden blieb ihm das, was vor der Tür lag, Felder, Wege, Bäume am Straßenrand. Die Werkverzeichnisse datieren diese kleine Leinwand auf den November 1885.
Wenige Wochen zuvor war er nach Amsterdam gefahren, ins Rijksmuseum, das in jenem Sommer sein neues Haus bezogen hatte, und kam zurück voller Frans Hals und der Frage, wie rasch sich Farbe auftragen lässt. Am 24. November brach er nach Antwerpen auf und hat in Brabant nie wieder gemalt. Das Bild ist in Privatbesitz und läuft unter zwei Titeln, einem mit windgebeugten Bäumen und einem niederländischen, der sie einfach schief nennt.




