
J. M. W. Turner, Mercury Sent to Admonish Aeneas, 1850. Wikimedia Commons. · PD
Merkur, entsandt, um Äneas zu ermahnen
Details
Die Geschichte
Im Katalog der Royal Academy von 1850 druckte Turner zu diesem Bild ein paar Zeilen aus seinem eigenen, nur handschriftlich existierenden Gedicht „Fallacies of Hope“. Unter dem Morgennebel, heißt es dort, habe Merkur gewartet, um Aeneas an seine vernachlässigte Flotte zu erinnern. Die Szene stammt aus dem vierten Buch von Vergils „Aeneis“. Der Trojaner Aeneas hat einen Winter in Karthago verbracht, als Geliebter der Königin Dido, und hilft beim Bau ihrer Stadt, während seine Schiffe untätig liegen. Jupiter schickt den Götterboten, um ihn an seine Bestimmung in Italien zu mahnen. Merkur selbst ist auf der Leinwand kaum auszumachen. Die Tate vermutet, er habe sich schon in Luft aufgelöst, so wie er bei Vergil mitten im Gespräch verschwindet. Links steht Aeneas im Mantel aus tyrischem Purpur, begleitet von Amor. Diesen Mantel hat ihm bei Vergil Dido geschenkt.




