
Rembrandt · PD
Minerva
Details
Die Geschichte
Diese kleine Eichenholztafel malte Rembrandt um 1631, in eben dem Jahr, in dem der fünfundzwanzigjährige Maler seine Heimatstadt Leiden verließ und nach Amsterdam ging, um sich einen Namen zu machen. Er zeigt Minerva, die römische Göttin des Krieges und der Weisheit zugleich, und macht ganz deutlich, für welche ihrer beiden Seiten er sich entscheidet. Schwert, goldener Helm und der Schild mit dem Medusenhaupt hängen beiseitegelegt an der Wand hinter ihr, während sie zwischen Büchern, einem Globus und einer Laute sitzt, mit Olivenzweig bekränzt, die Göttin der Gelehrsamkeit und Schützerin der Künste, nicht die Kriegerin. Das starke Licht von links fasst ihr Gesicht und das Gold ihres Mantels, während die Ecken des Raums im Dunkel versinken. Diese Lichtführung machte Rembrandt schon in den Leidener Jahren zu seiner eigenen.




