
Rembrandt · PD
Porträt eines Mannes am Schreibtisch, vermutlich Jacob Bruyningh
Details
Die Geschichte
Bevor dieses Bild nach Sankt Petersburg kam, hing es in Dresden, in der Sammlung des Grafen Heinrich von Brühl, des mächtigen Ministers am sächsischen Hof. Einige Jahre nach seinem Tod erwarb Katharina die Große 1769 die Sammlung für ihre Eremitage. Gemalt hat Rembrandt das Porträt 1631, im Jahr seines Wechsels von Leiden nach Amsterdam, und es ist sein frühestes Gemälde in der Eremitage. Der Mann sitzt nicht steif da. Er hat den Kopf gewendet, als hätte ihn jemand gerade angesprochen, die Schreibhand hält inne, die andere liegt auf einem dicken Folianten. Wer er war, weiß man nicht. Die Eremitage nennt das Bild schlicht Bildnis eines Gelehrten, und der Name Jacob Bruyningh im Titel bleibt eine Vermutung. Mit großer Sorgfalt gemalt sind die schwere Tischdecke, die Einbände und die müden, leicht geschwollenen Hände.




