
Rembrandt, Portrait of a Young Man in an Armchair, 1660. Wikimedia Commons. · PD
Bildnis eines jungen Mannes im Sessel
Details
Die Geschichte
Die Hände, die über der Armlehne des Stuhls liegen, wurden irgendwann übermalt. Das zeigte 1930 eine Röntgenaufnahme, die bei einer Ausstellung entstand und dem Besitzer geschickt wurde, dem Kodak-Gründer George Eastman in Rochester. Eastman hatte das Bild im April 1911 gekauft, nachdem Wilhelm von Bode, Direktor des Berliner Kaiser-Friedrich-Museums und damals der maßgebliche Rembrandt-Kenner, es begutachtet hatte. Es war das erste Werk eines alten Meisters in seiner Sammlung, und er sorgte sich jahrelang um seinen Zustand. Im Januar 1968 blieben drei Männer nach einer Filmvorführung im Eastman House zurück, das inzwischen ein Museum war, nahmen die Leinwand und stiegen durchs Fenster davon. Die Polizei fasste sie im Oktober auf einem kleinen Flugplatz bei Plattsburgh, als sie das zusammengerollte Gemälde nach Kanada fliegen wollten. Danach kam es in die Memorial Art Gallery. Ob es von Rembrandt selbst stammt, ist bis heute umstritten. Mitglieder des niederländischen Rembrandt Research Project schrieben 1989, das Bild werde sie wohl nie überzeugen. Das Museum führt es weiter unter Rembrandts Namen und ließ es 2019 mit bildgebenden Verfahren und Röntgenfluoreszenz untersuchen.




