
Rembrandt · PD
Porträt einer jungen Frau
Details
Die Geschichte
1813 kam die Tafel nach Mailand, als eine von fünf flämischen Arbeiten, die man der Stadt im Tausch für Bilder überließ, die Napoleons Beauftragte fortgebracht hatten. Sie kam als Rembrandt. Das Datum 1632 auf der Tafel gehört in das Jahr, in dem Rembrandt von Leiden nach Amsterdam zog und mehr Porträtaufträge bekam, als ein Maler allein bewältigen konnte. Genau daran hängt der Streit um die Zuschreibung. Das Corpus of Rembrandt Paintings, die große wissenschaftliche Bestandsaufnahme seines Werks, hat das Bild 1986 abgelehnt und einem Maler aus seinem Umkreis gegeben, der sich an einem eigenhändigen Porträt in Boston orientiert habe. Die technischen Befunde entscheiden die Sache nicht. Der erste Buchstabe der Signatur war offenbar einmal ein P, und der Schleier über den Schultern scheint erst nachträglich hinzugekommen zu sein. In der Dargestellten hat man Rembrandts Schwester Lysbeth gesehen und auch seine Frau Saskia.




