
Rembrandt and workshop · CC0
Bildnis einer jungen Frau mit gefälteltem Kragen und Spitzenhaube
Details
Die Geschichte
Um 1633 war Rembrandt noch nicht lange in Amsterdam. Ein, zwei Jahre zuvor aus Leiden gekommen, konnte er sich vor Bildnisaufträgen der Amsterdamer Kaufmannsfamilien kaum retten. Diese junge Frau, deren Name verloren ist, gehört zu den Gesichtern jener dicht gedrängten Jahre. Sie trägt eine fein gefältelte Halskrause und eine zarte Spitzenhaube, mit weichem, gleichmäßigem Pinsel gemalt. Gerade diese Zurückhaltung brachte das Bild später in Verruf. 1986 bezweifelte eine Gruppe von Rembrandt-Fachleuten seine Urheberschaft und schrieb das Werk einem Werkstattgehilfen zu. Andere Forscher widersprachen und hielten fest, dass Rembrandt seine weiblichen Modelle in diesen Jahren genau so ruhig malte. Seither gilt das Bild wieder vollständig als seines. Man nennt es den Middendorf-Rembrandt, nach einem früheren US-Botschafter in den Niederlanden, dem es einst gehörte.




