
Rembrandt · PD
Porträt des Jan Willemsz van der Pluym
Details
Die Geschichte
Diese ovale Tafel ist kaum 21 Zentimeter hoch. Zusammen mit ihrem Gegenstück, dem Bildnis seiner Frau, gelten beide dem Rijksmuseum als die kleinsten offiziellen Porträts, die Rembrandt je gemalt hat. Der Dargestellte gehörte beinahe zur Familie. 1624 hatte Jan Willemsz van der Pluyms Sohn Dominicus eine Cousine des Malers geheiratet, und ein Enkel, Karel, lernte vermutlich in seiner Werkstatt. Die Van der Pluyms waren seit Generationen wohlhabende Schieferdecker und Klempner in Leiden, und bei seinem Tod hinterließ er 15 Häuser. Den kurz geschorenen grauen Kopf und die steife weiße Halskrause malte Rembrandt schnell und locker, viel freier als die Bildnisse für fremde Auftraggeber. Das Museum vermutet deshalb einen Freundschaftsdienst. Neben dem Kopf stehen auf der einen Seite das Alter des Mannes, 69, auf der anderen Signatur und Jahreszahl 1635.




