
Rembrandt · PD
Bildnis der Maria Bockenolle (Ehefrau des Johannes Elison)
Details
Die Geschichte
Maria Bockenolle war Holländerin, lebte aber in England, und Rembrandt malte sie in englischer Kleidung. Der breitkrempige Hut war dort eher Männermode, und sein Futter ist, wie das Museum anmerkt, ein kostbarer Pelz, vermutlich aus Amerika eingeführt. Das Bild ihres Mannes zeigt ihn zwischen Büchern und Papieren. Sie sitzt ganz schlicht vor einem grünen Vorhang. Das Paar ging bald über die Nordsee. Nach dem Tod des Sohnes 1677 erbte es seine Schwester, die in eine Familie in Norfolk eingeheiratet hatte, und bei ihren Nachkommen blieben die Bilder fast zwei Jahrhunderte. Der englische Schriftsteller und Sammler Horace Walpole verzeichnete sie 1763 in Great Yarmouth. 1860 kamen sie bei Christie's in London unter den Hammer, danach gehörten sie fast hundert Jahre den Schneiders, der Eisenhüttenfamilie aus Le Creusot, und 1956 kaufte Boston beide zusammen für 360.000 Dollar.




