Bildnis des Bildhauers Antonio Canova

Bildnis des Bildhauers Antonio Canova


Details

Museum
Louvre
Jahr
1808
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
65 × 54 cm

Die Geschichte

Im Herbst 1802 kam Antonio Canova, der berühmteste Bildhauer seiner Zeit, nach Paris. Der Erste Konsul Napoleon Bonaparte hatte ihn gerufen, um seine Porträtbüste zu modellieren. In diesen Wochen saß Canova auch dem Maler François Gérard Modell. Aus dieser Sitzung wurde ein Bildnis, das Gérard 1808 im Salon zeigte und danach mindestens zweimal wiederholte. Eine Fassung schenkte er 1809 seinem früheren Lehrer Jacques-Louis David, eine andere Talleyrand, der bis 1807 Napoleons Außenminister gewesen war. Diese hier behielt er selbst, der Louvre datiert sie auf 1808 bis 1809. Nichts verweist auf das Handwerk des Dargestellten, kein Meißel, kein Marmor. Man sieht nur das lange, nach links gewandte Gesicht, das graue Haar in Locken über den Ohren, die weiße Halsbinde und einen roten Umhang über dem dunklen Rock. Nach Gérards Tod erwarb das Bild Léon Dubois, Zeichner und Lithograf, damals Hilfskonservator der ägyptischen Abteilung des Louvre. Bei dessen Versteigerung 1843 wurde es für die königlichen Museen Louis-Philippes gekauft.

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