
Francisco de Zurbarán · PD
Der heilige Bonaventura beim Konzil von Lyon
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Die Geschichte
Im Jahr 1274 berief Papst Gregor X. ein Konzil nach Lyon ein, vor allem um die griechische Kirche von Byzanz wieder mit Rom zu vereinen. Der Franziskanertheologe Bonaventura, den er im Jahr zuvor zum Kardinal ernannt hatte, gehörte zu denen, die es vorbereiteten. Zurbarán zeigt ihn auf einem Podest sitzend, mit rotem Birett und roter Mozzetta, umringt von Geistlichen, die ihm die offenen Hände entgegenstrecken. Einer von ihnen trägt über den Schultern ein weißes Band mit schwarzen Kreuzen, das Zeichen, mit dem spanische Maler jener Zeit einen griechischen Kirchenlehrer kenntlich machten. Der Heilige war damals etwa 53 Jahre alt, doch Zurbarán malte ihn als jungen Mann. Im Juli 1274 wurde die Union verkündet. Wenige Tage später starb Bonaventura in Lyon, noch vor dem Ende des Konzils, und keine zehn Jahre danach sagte sich die byzantinische Kirche von der Einigung los.




