
Francisco de Zurbarán · PD
Heilige Euphemia
Details
Die Geschichte
In Sevilla stellte die Werkstatt Zurbaráns in den 1630er Jahren Heilige fast in Serie her, junge Frauen in Seide, jede mit dem Gerät ihres Todes in der Hand. Wer hier gemeint ist, steht in kleinen Buchstaben oben rechts, Santa Eufemia. Euphemia war eine Christin aus Chalkedon, am Ufer gegenüber von Konstantinopel, die dem Kriegsgott Ares nicht opfern wollte und in den Verfolgungen des frühen 4. Jahrhunderts starb. Die Säge gibt ihr die Legende. Das Bild entstand zwischen 1635 und 1640 und ist klein, 83 Zentimeter hoch und auf Brusthöhe beschnitten, weshalb das Museum es für ein Andachtsbild eines Privathauses hält und nicht für ein Kirchenbild. Eine ganzfigurige Euphemia hängt in Genua, und die Forschung streitet seit Langem darüber, welche der beiden zuerst entstand. Diese blieb bis 1970 in Privatbesitz, dann kam sie als Vermächtnis von Concepción de Rábago an den Prado.




