
Der heilige Hieronymus in der Wüste
Details
Die Geschichte
Als Joris-Karl Huysmans 1891 seinen Roman „Là-bas“ veröffentlichte, eine düstere Geschichte über Satanismus im Paris seiner Zeit, erwähnte er darin diese Tafel, die ihm gehörte. Der Roman beginnt mit einer langen Beschreibung einer Kreuzigung von Grünewald. Nach Huysmans' Tod ging das Bild an seine Halbschwester, dann an den Kunsthändler Joseph Duveen, der es 1923 dem Louvre schenkte.
Joachim Patinir malte es um 1520. Der heilige Hieronymus, Gelehrter und Einsiedler, kniet unter einem zerfallenen Strohdach am Fuß mächtiger grauer Felsen. In der Hand hält er einen Stein, um sich zur Buße an die Brust zu schlagen, sein roter Kardinalsmantel liegt am Boden. Ringsum geht das Leben weiter, mit einem Fluss, der sich zum Horizont windet, mit Höfen, Herden und einem Weg hinauf zu einem großen Kloster.




