Selbstbildnis

Selbstbildnis


Details

Künstler
Jan Steen
Jahr
1670
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
73 × 62 cm

Die Geschichte

In seinen turbulenten Wirtshaus- und Familienszenen taucht Jan Steen gern selbst auf, grinsend, mitten unter Zechern und Quacksalbern. Um 1670 zeigt er sich hier ganz anders, als Herr in Schwarz vor einem roten Seidenvorhang mit schwerer Quaste, dahinter eine Brüstung und freies Land. So stellte man damals einen angesehenen Bürger dar, nach dem Vorbild von Tizian und Rembrandt. Leicht gefallen ist ihm das nicht. Bei der Restaurierung 1995 zeigte sich, dass Steen Augen, Mund und die Haltung des Arms überarbeitet und den Kragen dreimal geändert hat. Zuerst war er breit, dann versuchte er es mit einer Krawatte nach der Mode um 1668 und kehrte schließlich zu dem schlichten weißen Beffchen zurück, das man heute sieht. Damals kam auch die Landschaft hinter ihm wieder deutlicher zum Vorschein, die an die Bilder seines Schwiegervaters erinnert, des Landschaftsmalers Jan van Goyen.

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