
Die Gefangennahme Christi
Details
Die Geschichte
Giovan Pietro Bellori, der römische Kunstschriftsteller des 17. Jahrhunderts, nannte diese Kupfertafel das schönste Werk, das Cesari je gemalt hat. Entstanden ist sie um 1598. Zwei Lichtquellen erhellen die nächtliche Szene, oben rechts der Vollmond und Fackelschein zwischen den Soldaten. In der Mitte packen die Häscher Christus. Vorn schlägt Petrus mit erhobenem Schwert dem Malchus, dem Knecht des Hohepriesters, ein Ohr ab. Ganz links flieht ein nackter junger Mann und lässt sein Leinentuch zurück, eine Episode, die nur das Markusevangelium kennt. Die Komposition wurde in Cesaris Werkstatt wiederholt und von anderen kopiert. Fassungen davon befinden sich in Kassel und in der Accademia di San Luca, der römischen Malerakademie. Die Tafel selbst liegt derzeit im Depot des Museums.




