Die Ufer der Oise

Henri Rousseau · PD

Die Ufer der Oise


Details

Jahr
1907
Technik
Öl
Gattung
Gemälde
Maße
33 × 46 cm

Die Geschichte

Auf der Rückseite, am Keilrahmen, steht die Angabe Bords de l'Oise, 1907. Die Oise, die nordwestlich von Paris in die Seine mündet, war damals längst Malerland. Charles-François Daubigny hatte dort von seinem Atelierboot aus gemalt, Camille Pissarro jahrelang in Pontoise gelebt, an eben diesem Fluss. Rousseau macht aus derselben Gegend etwas streng Geordnetes. Links stehen Pappeln so gerade aufgereiht wie Zaunpfähle, rechts wächst ein großer Baum Blatt für Blatt, und auf der Wiese weiden drei gefleckte Rinder hintereinander. Zwischen ihnen lugt, fast versteckt, ein winziger Hirte in Blau hervor. Die Kuratoren in Harvard deuten seine Kopfbedeckung als phrygische Mütze, ein antikes Motiv, das Rousseau gern in seine Landschaften einfügte, um ihnen einen Hauch von Fantasie zu geben. Seit 1951 gehört das Bild dem Fogg Museum. Es kam mit der Sammlung des New Yorker Bankiers Maurice Wertheim, der verfügt hatte, dass seine Bilder stets gemeinsam zu zeigen sind.

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