
Jean-François Millet · PD
Die Kirche von Gréville
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Die Geschichte
Das Gotteshaus von Gréville steht an der Küste der Normandie, nahe dem Weiler, in dem Millet aufwuchs. Als Junge ging er jeden Sonntag mit seinen Eltern dorthin. 1870 floh er vor dem Deutsch-Französischen Krieg in die alte Heimat, zeichnete den Bau vor Ort und arbeitete danach noch jahrelang an dem Bild. 1873 gestand er dem englischen Maler Henry Wallis, er habe den Eindruck, den der Ort auf ihn als Kind gemacht hatte, noch immer nicht getroffen. Neben dem Gebäude wirken der vorbeigehende Bauer und die Schafe winzig. Im Januar 1875 starb Millet. Im Mai kaufte der Staat das Bild bei der Versteigerung seines Ateliers und hängte es ins Musée du Luxembourg, wo es der 22-jährige Vincent van Gogh sah. Acht Jahre später stieß er in der niederländischen Provinz Drenthe auf eine alte Kirche, „genau die Kirche von Gréville auf Millets kleinem Bild“.




