
Gustav Klimt · PD
Der Pelzkragen
Details
Die Geschichte
„Blondin“, also „die Blonde“, hieß dieses Bild im Katalog einer Stockholmer Ausstellung von 1917. Im vierten Kriegsjahr schickte Österreich-Ungarn damals seine moderne Kunst ins neutrale Schweden, in die Liljevalchs Konsthall, mit Werken von Klimt, Schiele und Kokoschka. Der Titel ist fast das Einzige, was wir über die Farben wissen, denn erhalten sind nur Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Die Klimt-Foundation schließt aus ihm auf eine der seltenen hellhaarigen Frauen in Klimts Werk. Auf den Fotos sieht man ein helles Gesicht über dem dunklen Pelz und rechts unten eine erhobene Hand. Zuletzt gehörte das Gemälde Josef Siller, einem Wiener Hotelier und Kaffeehausbesitzer, der seine Kunst im Hotel und Café Siller am Franz-Josefs-Kai aufbewahrte. Bei einem Bombenangriff am 11. April 1945 wurde das Haus schwer beschädigt, und mit der ganzen Sammlung ging vermutlich auch das Gemälde verloren.




