
Francisco de Zurbarán · PD
Die Unbefleckte Empfängnis
Details
Die Geschichte
Im Spanien des 17. Jahrhunderts war die Unbefleckte Empfangnis beinahe eine nationale Sache. Der Gedanke, dass Maria ohne die Erbsunde empfangen wurde, war noch kein Dogma. Rom sollte das erst 1854 entscheiden. Dennoch schworen spanische Stadte und Universitaten, ihn zu verteidigen, die Krone drangte den Papst, und in Sevilla, wo Zurbaran arbeitete, machten die Maler das Thema zu einer ortlichen Spezialitat und wiederholten es immer wieder. Er behandelte es auffallend schlicht. Die Jungfrau ist eine gewohnliche junge Frau, ihr Gesicht naher an einem wirklichen Bildnis als an einem Typus, in rosafarbener Tunika und tiefblauem Mantel. Um sie herum sind die alten Zeichen noch da: die Mondsichel unter ihren Fussen und darunter die Schlange mit einem Apfel im Maul, fur Eva und die erste Sunde. Spater gelangte das Bild uber eine Pariser Auktion an den Marques de Cerralbo, dessen Madrider Haus heute das Museum ist, das es bewahrt.




