
Francisco de Zurbarán · PD
Die Unbefleckte Empfängnis
Details
Die Geschichte
Am 8. Juni 1630 hielt der Rat der Stadt Sevilla fest, dass Zurbarán ein Bild der Reinen Empfängnis übernehmen solle. In Sevilla wurde in diesen Jahren besonders heftig für diese Lehre gestritten. Die Unbefleckte Empfängnis Mariens war noch kein Dogma, und die Stadt warb mit Prozessionen, öffentlichen Eiden und Bildern dafür.
Wie ein solches Bild auszusehen hatte, war geregelt. Francisco Pacheco, in Sevilla Zensor für heilige Bilder und Schwiegervater von Velázquez, verlangte eine Maria von zwölf oder dreizehn Jahren und wollte ihre Sinnbilder allein in den Wolken sehen. Zurbarán malte das Mädchen, setzte die Zeichen aber in eine Landschaft.
Ob die Leinwand tatsächlich der Auftrag von 1630 ist, wird bestritten. Ein Teil der Forschung datiert sie dem Stil nach einige Jahre später. Bis 1969 hing sie in Jadraque in der Provinz Guadalajara, dann kam sie ins Diözesanmuseum von Sigüenza.




