Die Muse, die den Dichter inspiriert

Henri Rousseau · PD

Die Muse, die den Dichter inspiriert


Details

Jahr
1909
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
131 × 97 cm

Die Geschichte

Im Frühjahr 1909 hing dieses Doppelbildnis im Pariser Salon des Indépendants. Es zeigt den Dichter Guillaume Apollinaire und die Malerin Marie Laurencin, damals seine Geliebte. Ende April schrieb Apollinaire in der Pariser Tageszeitung Comoedia selbst darüber. Rousseau habe ihm Nase, Mund, Ohren und Hände ausgemessen, die Maße genau auf die Leinwand übertragen und ihm beim Sitzen Lieder aus seiner Jugend vorgesungen. Zum Schluss wollte der Maler ihm zu Ehren eine Reihe Bartnelken in den Vordergrund setzen, die auf Französisch „Dichternelken“ heißen. Dank der „unsicheren Wissenschaft der Botaniker der Rue Vercingétorix“, spottete Apollinaire mit Blick auf Rousseaus Viertel, habe der Maler in seiner Abwesenheit jedoch Goldlack gemalt. Genau diese Blumen stehen hier vorn. Rousseau malte das Paar danach ein zweites Mal mit den richtigen Nelken. Diese erste Fassung verkaufte er an den Kunsthändler Ambroise Vollard, später erwarb sie der Moskauer Sammler Sergei Schtschukin.

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