
Gustav Klimt · PD
Die Musik
Details
Die Geschichte
Links schaut, halb verdeckt vom schweren dunklen Kleid der Spielerin, eine steinerne Maske des Silen hervor, jenes trunkenen Alten aus dem Gefolge des Dionysos. Rechts steht eine Sphinx. Dazwischen beugt sich eine junge Frau über eine goldene Kithara, das Saiteninstrument der griechischen Antike. Klimt malte das Bild 1895 und mischte für das Gold des Instruments Goldbronze, ein metallisches Pulver, unter die Ölfarbe. Die bemalte Fläche misst nur etwa 28 mal 36 Zentimeter. Drei Jahre später griff er dasselbe Thema auf einer weit größeren Leinwand noch einmal auf.
Nach München kam das kleine Bild 1901. Dort stand der Glaspalast, eine riesige Halle aus Eisen und Glas, 1854 für eine Industrieausstellung errichtet, in der jedes Jahr eine große Kunstausstellung stattfand. Klimt stellte die Leinwand dort aus, und die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen erwarben sie direkt vom Künstler. Seitdem gehört sie zur Münchner Sammlung.




