
GoldenArtists · CC-BY-4.0
Der auferstandene Christus
Details
Die Geschichte
1661 besaß Rembrandt rechtlich nichts mehr. Fünf Jahre zuvor war er zahlungsunfähig geworden, Haus und Sammlung waren versteigert, und damit er weiterarbeiten konnte, ohne dass die Gläubiger seine Einnahmen pfändeten, hatten sein Sohn Titus und seine Lebensgefährtin Hendrickje Stoffels einen Kunsthandel gegründet, bei dem er angestellt war. In diesem Jahr entstand der Auferstandene. Christus steht lebensgroß vor uns und blickt uns geradewegs an, ohne Wundmale, mit einem kaum wahrnehmbaren Nimbus. Eine Siegerpose, so die Pinakothek, nimmt er nicht ein. Er begegnet dem Betrachter wohlwollend und verständnisvoll. In den 1650er Jahren hatte Rembrandt eine Reihe kleiner Christusköpfe nach einem lebenden Modell gemalt, offenbar einem jungen Mann aus seinem eigenen Amsterdamer Viertel. Das Bild kam aus der Schlossgalerie Aschaffenburg nach München.




