
Vincent van Gogh, The Sheaf-Binder (after Millet), 1889. Wikimedia Commons. · PD
Der Garbenbinder (nach Millet)
Details
Die Geschichte
Im September 1889 lebte Van Gogh als Patient in der Nervenheilanstalt von Saint-Rémy, und Modelle gab es dort nicht. Figuren zu malen war ihm gerade das Wichtigste. Also ließ er sich von seinem Bruder Theo aus Paris Druckblätter schicken und arbeitete nach Stichen von Jean-François Millet, dem französischen Maler der Feldarbeit, den er seit Jahren verehrte. Der Garbenbinder gehört zu einer zehnteiligen Millet-Folge mit dem Titel Travaux des champs, Arbeiten auf dem Feld. Warum er so vorging, schrieb er Theo ohne Umschweife: weil er vor allem krank sei, versuche er etwas zu machen, das ihn tröste, zum eigenen Vergnügen. Auf demselben Weg entstanden im Winter danach Bilder nach Delacroix und nach Rembrandt.




