
Radwunder der hl. Katharina
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Die Geschichte
1521 besuchte der venezianische Patrizier Marcantonio Michiel die Sammlung des Kardinals Domenico Grimani in Venedig und notierte, was er sah. Unter den Bildern verzeichnete er Werke eines Malers, den er Joachin nannte, und diese kleine Tafel war eines davon. Sie war also schon zu Patinirs Lebzeiten in Italien. Erzählt wird die Legende der heiligen Katharina von Alexandrien. Sie sollte auf einem mit Stacheln besetzten Rad zerrissen werden, doch Feuer vom Himmel zerstörte das Rad. Patinir macht die Märtyrerin und die Menschen um sie winzig und blickt von hoch oben auf sie, ein Augpunkt, den das Kunsthistorische Museum auf die Landschaften von Hieronymus Bosch zurückführt. Den größten Teil der Eichentafel, keinen halben Meter breit, bekommt das Land rund um das Wunder. Aus Venedig gelangte das Bild später in die Sammlung Erzherzog Leopold Wilhelms, des Statthalters der Niederlande.




