
Vincent van Gogh · PD
Vase mit Flieder, Gänseblümchen und Anemonen
Details
Die Geschichte
Auf der Rückseite dieser Leinwand steht der Stempel von Dubus, einem Pariser Farbenhändler am Boulevard Malesherbes, bei dem auch Monet und Caillebotte einkauften. Van Gogh malte den Strauß im Sommer 1887 in Paris, als er Dutzende Blumenstillleben schuf. Leer war die Leinwand trotzdem nicht. Bei der Röntgenuntersuchung im Genfer Musée d'art et d'histoire kam unter den Blumen ein bärtiger Kopf im Profil zum Vorschein, den das Museum als Selbstbildnis des Malers deutet. Er ähnelt dem Selbstbildnis mit Pfeife vom Ende des Jahres 1886 im Van Gogh Museum in Amsterdam, das genau dieselben Maße hat. Die dicksten Farbgrate des Gesichts schabte Van Gogh offenbar mit dem Messer ab und malte ohne weiße Zwischenschicht direkt darüber. Signiert hat er am linken Rand, schlicht mit „Vincent“, in einem wässrigen Grün auf dem Blau.




