
Francisco de Zurbarán · CC-BY-SA-4.0
Jungfrau der Wolken
Details
Die Geschichte
1618 beauftragte der Stadtrat von Llerena in der Extremadura einen jungen Maler mit einem Marienbild für das Villagarcía-Tor der Stadtmauer. Er hieß Francisco de Zurbarán, war etwa 20 Jahre alt, hatte seine Lehrjahre in Sevilla gerade hinter sich und bekam 77 Reales dafür. Es ist die früheste Leinwand, die man von ihm kennt, und sie sieht dem späteren Zurbarán noch kaum ähnlich. Die Figur steht flach vor grauen und goldenen Wolken, aus denen Engelsköpfe auftauchen, und von dem harten Licht seiner Klosterbilder ist hier nichts zu spüren. 1948 fand der Kunsthistoriker Martin Soria das Werk in schlechtem Zustand in der Kirche Nuestra Señora de la Granada in Llerena. Nach einer Restaurierung im Prado kaufte es das Museum in Badajoz 1951.




