
Westgiebel des Aphaiatempels von Ägina
Details
Die Geschichte
Im April 1811 gruben deutsche und englische Reisende in den Ruinen des Aphaiatempels auf Ägina, einer Insel vor Athen, im damals noch osmanischen Griechenland. Sie stießen auf die Marmorkrieger, die einst die beiden Giebel des Tempels gefüllt hatten. Am 1. November 1812 kamen die Skulpturen auf Zakynthos im Ionischen Meer unter den Hammer, und Martin von Wagner ersteigerte sie im Auftrag des bayerischen Kronprinzen Ludwig.
Dies ist der Westgiebel, nach Datierung des Museums um 500 v. Chr. entstanden. Er zeigt den Kampf vor Troja, den Homer in der Ilias besingt, und das Thema war Lokalpatriotismus. Achill und Aias, die größten Helden der Griechen in diesem Krieg, stammten aus dem Königshaus von Ägina. In der Mitte steht Athena, mit Helmbusch 1,68 Meter hoch.
Bevor die Figuren ausgestellt wurden, ergänzte sie der dänische Bildhauer Bertel Thorvaldsen von 1816 bis 1818 in Rom und gab ihnen verlorene Köpfe und Glieder zurück. So standen sie ab 1827 in der Glyptothek. In den 1960er Jahren, beim Wiederaufbau des im Krieg beschädigten Hauses, nahm das Museum seine Ergänzungen wieder ab. Seitdem zeigen die Krieger ihre antiken Bruchstellen.




