Frau beim Wollkämmen

Jean-François Millet · PD

Frau beim Wollkämmen


Details

Jahr
1856
Technik
Öl
Gattung
Gemälde

Die Geschichte

Rohe Wolle ist verfilzt und voller Sand. Bevor sie versponnen werden kann, zieht man sie zwischen zwei Brettchen mit Drahtzähnen hin und her, bis die Fasern parallel liegen. Das ist die Arbeit, die hier zu sehen ist. 1856, dem Jahr auf der Leinwand, erledigten das in den Spinnereien Nordfrankreichs längst Maschinen. In den Dörfern blieb es Handarbeit, im Haus, meist im Winter, oft im Auftrag eines Händlers, der nach Gewicht bezahlte.

Millet gibt dieser Verrichtung das Format eines wichtigen Bildes. Eine einzelne Figur auf einer schmalen Leinwand von etwa 90 Zentimetern Höhe, so ernst genommen, wie es im Pariser Ausstellungsbetrieb dem Porträt oder der Historie zustand.

Dasselbe Motiv hat er in diesen Jahren auch radiert. Abdrücke dieser Radierung liegen heute in Museen von Brooklyn bis Saint Louis.

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